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  • Da es zum Ende unseres Trainings neuerdings doch schon recht dunkel ist, beginnen wir ab kommenden Montag (06.09.) bereits um 18:30 Uhr.

Nächste Termine

 09.09.2010 (Don.): Schnuppertraining für Jugendliche

 18.09.2010 (Sam.): Heimspiel gegen RT Münster

 25.09.2010 (Sam.): Auswärtsspiel gegen Lippe Lions Lemgo

 09.10.2010 (Sam.): Heimspiel gegen Cherusker RC Lothe

Startseite Was ist Rugby?
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Rugby wird häufig mit American Football verwechselt.

Der augenfälligste Unterschied ist die Kleidung: Sie erinnert mehr an einen Fußballspieler, wobei sie wesentlich robuster ausfällt, da es beim Rugby erlaubt ist an Trikot und Hose zu zerren, teilweise ist es sogar erforderlich, wie beim lineout oder scrum.

Auch der Körperschutz fällt wesentlich anders aus, Pflicht ist lediglich der Gebissschutz. Verbreitet sind aber auch der Oberkörper- und Kopfschutz, die aber nicht aus harten Materialien, sondern nur aus bis zu 10 mm dickem Schaumstoff bestehen dürfen, um kein Verletzungsrisiko für andere Spieler darzustellen.

Auch das Passspiel unterscheidet sich wesentlich: Der Ball darf nämlich nur nach hinten gepasst werden. Das hat zur Folge, dass sich die Mannschaft immer hinter dem Ballträger aufhält, um an spielbar zu sein. Und dass die ganze Mannschaft den Weg zur try-zone (Malfeld) zurück legen muss. Es ist auch erlaubt den Ball nach vorn zu kicken, um schneller an Raum zu gewinnen, jedoch müssen sich auch hier alle Spieler hinter dem Kicker befinden, da sie sonst im Abseits sein würden.

Es darf nur der Ball tragende Spieler angegriffen werde: Dieser kann durch ein so genanntes tackling (Tiefhalten) zu Fall gebracht werden. Angriffsfläche ist hierbei der ganze Körper, von den Schultern abwärts, idealerweise die Beine auf Höhe der Oberschenkel.

Während des Spiels kann es zu verschiedenen Standard-Situationen kommen.

ScrumEine der häufigsten ist ein Scrum: Wird der Ball bei einem Pass nicht nach hinten geworfen (forward pass) oder fällt versehentlich nach vorn (knock-on) und bei anderen kleinen Regelverstößen wird ein scrum (angeordnetes Gedränge) ausgeführt. Dabei stellen sich die acht Stürmer der gegnerischen Mannschaften voreinander auf und versuchen durch schiere Kraft, den mittig eingeworfenen Ball zu ergattern.

Ein Penalty-Kick wird bei größeren Regelverstößen ausgeführt: Dieser kann beispielsweise in Richtung der poles (Torstangen) erfolgen. Auch der Schuss into touch (ins Seitenaus) wird gern von einer unter Druck stehenden Mannschaft gewählt, da es dann zu einem line-out (Einwurf) zu ihren Gunsten kommt.Eine weitere Variante ist der quick-take (schnelle Ausführung), dabei schießt sich der Spieler den Ball quasi selbst zu, und läuft los, um die noch nicht geordnete gegnerische Verteidigung zu durchbrechen.

Weitere Strafmaßnahmen sind die gelbe Karte, bei der der Spieler für zehn Minuten den Platz verlassen muss (sin-bin) und die rote Karte, hier wird der Spieler für den Rest des Spiels vom Platz gestellt.

Der Line-Out sieht am spektakulärsten aus: Dieser wird ausgeführt, wenn der Ball ins Seitenaus gelangt. Die gegnerischen Stürmer stellen sich zu einer Gasse, mit ca. einem Meter Abstand voreinander auf. Der einwerfende Spieler muss den Ball nun mittig in die Gasse einwerfen und darf dabei lediglich die Weite und Höhe variieren.

Um den Ball für die Gegner möglichst unerreichbar zu machen wird der Einwurf meist möglichst hoch ausgeführt. Dabei weiß die einwerfende Mannschaft durch vorherige Absprache, wohin der Ball geworfen wird und kann den Fänger an dieser Stelle durch zwei andere Spieler liften lassen, er wird an seiner Hose und Knien hochgehoben.

Ist der Spieler am Boden kann es zu einem Ruck kommen: Dies geschieht in der Regel nach einem tackling, sobald der Spieler mit einem anderen Körperteil als seinen Füßen den Boden berührt. Er muss den Ball nun loslassen. Nachfolgende Spieler versuchen dann, den Ball zu sichern, indem sie sich über ihn stellen und gegnerische Spieler zurückzudrängen.

Bleibt er auf den Beinen, entsteht ein Maul: Nun versucht die Mannschaft den balltragenden Spieler gegen den Druck der verteidigenden Mannschaft nach vorn zu schieben. Es darf nicht in Beine gegriffen werden, um das Maul zu Fall zu bringen.

Ziel aller Bemühungen sind natürlich Punkte.

5-7 Punkte gibt es für einen Try mit Conversion: Um einen try (Versuch) zu erreichen muss der Ball in der Gegnerischen try-zone abgelegt werden, es reicht nicht nur hinein zu laufen. Dies wird mit fünf Punkte belohnt.

Anschließend hat die Mannschaft noch die Möglichkeit zur conversion (Erhöhung). Dazu muss der Ball über die horizontale und zwischen die vertikalen Torstangen geschossen werden.

3 Punkte gibt es für Field-Goal und Penalty-Kick: Es muss ein Treffer wie bei der conversion erzielt werden. Dies kann einerseits, wie beim field-goal aus dem laufenden Spiel geschehen oder, wie oben beschrieben, aus einem penalty-kick heraus der auf die poles gesetzt wird.

die Schwierigkeit insbesondere beim field-goal ist, dass es durch einen drop-kick (Sprungtritt) erfolgen muss. Das bedeutet, dass der Spieler den Ball nicht direkt aus den Händen schießen darf, sondern der Ball erst kurz auf dem Boden auftupfen muss und dabei leicht verspringt.

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Fotos 1, 3 und 4 (Pass, Line-Out, Ruck) von Johanna Zielinski, Foto 2 (Scrum) von Miguel Alvarez